DVG Herbstprüfung 18.11.2018

 

Ein toller Prüfungstag liegt hinter uns. Wir hatten 11 Starter, alle konnten das Prüfungsziel erreichen. Bemerkenswert ist, dass wir insgesamt 6 IPO-Hunde aus unserem Verein (1 x IPO 1 und 5 x IPO 3) hatten. Diese Anzahl ist heute bei Vereinsprüfungen eher selten und umso mehr freut es uns, dass alle erfolgreich bestehen konnten.

Da gerade bei den IPO-Hunden nur zwei "Wiederholer" dabei waren und vier zum ersten Mal in ihrer Stufe starteten, war die Spannung im Vorfeld und natürlich am Prüfungstag hoch.

Als Fährtengelände hatten wir kurze Saat vorgesehen, weicher Acker und eigentlich optimale Bedingungen. Was wir nicht bedacht hatten: Im November kann es Bodenfrost geben. Nachdem die FH 2 auf Betonboden mit wenig Bewuchs gelegt wurde war klar, dass die IPO-Hunde mit wenig Routine wahrscheinlich große Schwierigkeiten haben werden. Also disponierten wir um, gingen auf ein anderes Gelände mit hoher Saat und hofften das Beste. Es war eine richtige Entscheidung, die Hunde konnten dem Geruchsfeld gut folgen... leider blieben einige Gegenstände und damit auch viele Punkte aufgrund der hohen Saat und der damit starken Geruchsentwicklung liegen. Nur Benno mit seiner Finja und Dirk mit Akono konnten alle Gegenstände finden, was sich dann auch in den Punkten wiederspiegelte.

Am Ende suchte Svenja mit Yoda die FH 2. Die Aussage des Verleitungslegers, der beim Einsammeln der Stöcker nicht mal eine Idee hatte, wo auf diesem Betonboden eine Fährte sein sollte, machte nicht gerade zuversichtlich. Ich als Fährtenleger hatte mir schon Gedanken gemacht, wie ich alle Gegenstände wiederfinden sollte... es gab nicht einmal einen Anhaltspunkt, wo die Fährte entlanglaufen sollte.... und dann kam Yoda. Mit seiner ganzen Routine und nach einigen Anfangsschwierigkeiten, hatte es sich ab dem 3. Schenkel mit dem Fährtengeruch abgefunden und suchte mit einem unglaublichen Willen und hoher Konzentration bis zum Ende ab. Alle Gegenstände wurden verwiesen und am Ende gab es 90 Punkte und damit die Qualifikation zur FH-Landesmeisterschaft. Das war eine Leistung der Extraklasse und eine sehr positive Überraschung.

Direkt danach ging es auf dem Platz mit der Unterordnung weiter. Hier lieferte unsere Henrike mit ihrem 17 Monate alten Border-Collie eine weit überdurchschnittliche Leistung ab und konnte mit 56 Punkten locker bestehen... da sie den Hund im Obedience führen will, hatte sie auf die 2 Punkte fürs "Vorsitzen" noch großzügig verzichtet und es dem Hund gar nicht erst beigebracht... wer es sich leisten kann, braucht sowas auch nicht....

Danach kamen unsere Gäste aus dem PGHV Bliedersdorf in der BGH 1. Sie zeigten sehr schöne Leistungen und konnten ebenfalls locker bestehen. Vielen Dank für eure Teilnahme, es hat großen Spaß gemacht mit euch und ihr seid immer herzlich willkommen.

Direkt nach dem Mittag waren dann die IPO-Hunde dran. Unterordnung ist immer eine Nervensache, für Hund und Hundeführer und hier steht am Tag X weniger die Ausbildung im Fokus sondern eher die Nerven der Hundeführer und wie der Hund präsentiert wird. Das klappte leider nicht immer so richtig gut und es gab viele kapitale Fehler, die zu Entwertungen von gesamten Übungen führten. Es hat unterm Strich für jeden zum Bestehen gereicht, jedoch bleiben die meisten Hunde unter ihrem Potential.

Der Schutzdienst war dann von den Kampfhandlungen und der Arbeit am Helfer größtenteils hervorragend. Fast alle Hunde arbeiteten mit größen Engagement und sehr energisch. Viele Punkte blieben kurioserweise beim "Revieren" auf der Strecke und beim Rückentransport, wo es teilweise sehr spannend wurde. Diese "Baustellen" hatten wir bisher nicht und wir werden es mal beim Training beobachten, was wir umstellen müssen und wie wir damit umgehen. Das waren leider sehr ärgerliche Dinge, die unnötig waren und die wir zukünftig vermeiden müssen.

Am Ende konnte sich jedoch Dirk mit seinem Akono und 280 Punkten für die Hamburger Meisterschaft 2019 qualifizieren... wir haben also wieder mal so einiges vor.

Bedanken möchte ich mich bei dem gesamten Team der OG Stade für die Hilfe und das "drumrum", bei der Prüfungsleiterin Karin für die Organisation und das schnelle Erledigen des "Papierkrams" sowie natürlich bei unserem Prüfungsrichter Klaus-Jürgen Glüh, der korrekt mit viel Sachverstand und dem berühmten "Herz für die Hundeführer" einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen der Prüfung und einer sehr entspannten und positiven Atmosphäre geleistet hat.

Wir freuen uns auf unsere nächste Prüfung im April, dieses Mal die Landesmeisterschaft des Pinscher-Schnauzer-Klubs, und hoffen auch dort auf tolle Ergebnisse, viele Teilnehmer und eine genauso gute Stimmung.

 

ErgebnisHerbst18